- Rezension zum Thema
Rezension aus einem Online-Forum
Der Autor, von Beruf Heilpraktiker, der nach der Umstellung auf eine vegane Ernährung die positiven Auswirkungen am eigenen Leib erfahren konnte, provoziert die Leser gleich mit seinem Vorwort. In 10 Fragen gekleidet, zählt er die schwer wiegenden Folgen des Milchkonsums auf, für die er im Folgenden die Beweise anzutreten verspricht. Hier zwei Beispiele: “Würden Sie ein Lebensmittel genießen, das Mitverursacher von Herzinfarkt und Arterienverkalkung ist?” “Würden Sie ein Lebensmittel verzehren, das Ihre Knochen entkalkt und Sie im Alter zum Krüppel macht?”. Wolfgang Spiller will mit dem Buch die Frage beantworten, warum Milch, neben Zucker und Fleisch, der Hauptverursacher der meisten Zivilisationserkrankungen ist.
Er macht sich die Arbeit nicht leicht. Zunächst konfrontiert er uns mit einer Auswahl von Veröffentlichungen, wie wir sie alle schon einmal gelesen haben und die durch ihre dauernde Präsenz und die klingenden Namen der Verfasser eine hohe Kompetenz signalisieren. Der Laie hat der Aufzählung so wissenschaftlich klingender Zusammenhänge nichts entgegenzusetzen, zudem begleiten uns diese Aussagen wie: “Milch ist ein besonders hochwertiges Lebensmittel” und “Ohne den täglichen Verzehr von Milch und Milcherzeugnissen lässt sich der Bedarf an Kalzium nicht decken” schon so oder so ähnlich, seit wir denken können. Und das soll auf einmal alles nicht wahr sein?
Der Blick in die Kulturgeschichte des Milchkonsums, mit dem Wolfgang Spiller seine ambitionierte Beweisführung einleitet, ist sehr aufschlussreich. Eine ganze Reihe von Völkern dieser Welt verträgt Milch keineswegs so gut wie wir Nordeuropäer, und auch wir mussten erst einen langen evolutionären Prozess durchmachen, bis es so weit war, dass wir Milch einigermaßen beschwerdefrei verdauen konnten. Der Autor begründet das sehr schlüssig und interessant.
Das Buch geht ausführlich auf die Unterschiede zwischen Muttermilch und Kuhmilch ein und macht den negativen Effekt von Kuhmilch in der Kinder- und Säuglingsernährung klar. Die Milch wird als Auslöser allergischer Reaktionen, die bei Kindern so heftig sein können, dass sie zum Tode führen, beschrieben. Im Zusammenhang mit Osteoporose, bei der ja gerade die Milch eine vorbildliche, prophylaktische Funktion haben soll, sitzen wir seit Jahren einer Lüge auf. nach dem Studium des Kapitels über die speziellen Zusammenhänge drängt sich die Frage auf, wie sich eine solche Falschinformation so lange in der Öffentlichkeit halten konnte.
Die Beschreibung des Einflusses der Milch befasst sich im Einzelnen noch mit den Themen Herzinfarkt, Diabetes, Gewebewucherungen, Geschwulstbildung und Rheuma. Die Kapitel sind für Laien gut verständlich geschrieben und immer mit wissenschaftlichen nachweisen untermauert.
Das Fazit des autors am Schluss ist die Empfehlung einer tiereiweißfreien Vollwerternährung. Er gibt auch gleich einige Anregungen dazu, die es nach der Lektüre des Buches leicht machen, neue Essgewohnheiten aufzubauen. Eine Umfangreiche Sammlung von Patientenberichten mit der Schilderungen der Erfahrungen, die sie beim Weglassen der Milch in der Nahrung gemacht haben, ein Sachwortverzeichnis und eine Liste mit Kontaktadressen runden das Buch ab.
Quelle: Waldthausen-Verlag
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Komment.
Konzerneigene Fabriken, in denen die Kühe regelrecht gelagert und wie reine Milchmaschinen behandelt werden, haben die meisten landwirtschaftlichen Familienbetriebe längst abgelöst. Nur durch genetische Veränderungen und Hochleistungs-Produktionstechniken ist die Kuh von heute imstande, durchschnittlich über 6.000 kg Milch zu geben, ein vielfaches mehr als unter natürlichen Bedingungen. Um die Milchproduktion zu maximieren, werden die Kühe jedes Jahr aufs Neue künstlich befruchtet. Wachstumshormone und unnatürliche Melkzyklen tragen dazu bei, dass ihre Euter schmerzen und dermaßen schwer werden, dass sie zuweilen sogar am Boden schleifen. In der Folge kommt es häufig zu Euterinfektionen, denen man mit einer extensiven Antibiotikabehandlung zu begegnen versucht. Kühe, wie alle Säugetiere, produzieren Milch einzig und allein zur Ernährung ihrer Babies, nicht jedoch für den Menschen.
Männliche Kälber, die eigentlich unerwünschten „Nebenprodukte“ der Milchindustrie, haben in der Kälbermast noch etwa 14 bis 17 Wochen des Elends vor sich, wenn sie in dermaßen winzigen Boxen eingepfercht sind, dass sie sich nicht einmal umdrehen können. .
Weibliche Kälber ersetzen oft ihre alten, ausgelaugten Mütter oder werden kurz nach der Geburt geschlachtet, um das Lab (ein Ferment, das Milch gerinnen lässt) aus ihren Mägen zu gewinnen. Sollen sie später ihre Mütter als Milchmaschinen ersetzen, werden sie in den Monaten bis zur Geschlechtsreife oft in kleinen Boxen verstaut oder im Stall angebunden gehalten.
Kuhmilch ist eine unwirtschaftliche Nahrungsquelle. Wie Menschen verbrauchen auch Kühe den größten Teil der aufgenommen Nahrung für ihren eigenen Grundumsatz, d.h. um schlicht und einfach ihre Körperfunktionen aufrechtzuerhalten. Um nur eine kleine Menge Milch zu erzeugen brauchen Kühe sehr viel Getreide und anderes Futter. Die Milcherzeugung führt neben dieser Verschwendung von Energie und Wasser auch zu einer erheblichen Wasserverschmutzung. Eine Milchkuh erzeugt etwa 50 kg Abfall jeden Tag, das entspricht dem von zwei Dutzend Menschen. Allerdings gibt es keine Toiletten für Kühe, keine Abwasserkanäle oder Wasseraufbereitungsanlagen.
In Lancaster County, Pa., USA, führen Gülle und Mist von Milchkühen zur Zerstörung der Bucht von Chesapeake. In Kalifornien, wo ein Fünftel des amerikanischen Gesamtbedafs an Milch produziert wird, hat der Dünger von Milch-Erzeugern in weiten Bereichen das Grundwasser sowie Flüsse und Wasserläufe vergiftet. Im Central Valley in Kalifornien erzeugen die Kühe so viel Exkremente wie eine Stadt mit 21 Millionen Einwohnern, und bereits ein kleiner Betrieb mit 200 Kühen produziert so viel Stickstoff wie die Abwässer einer Gemeinde mit 5.000 bis 10.000 Einwohnern (laut einem Bericht des U.S. Senats über tierische Abfälle).
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Milchprodukte sind ein echtes Gesundheitsrisiko. Sie enthalten weder Ballaststoffe noch komplexe Kohlenhydrate und stecken voller gesättigter Fettsäuren und Cholesterin. Milchprodukte sind mit Blut, Eiter und häufig auch mit Pestiziden, Hormonen und Antibiotika verseucht. Milchprodukte werden mit Allergien, Verstopfung, Fettleibigkeit, Herzerkrankungen, Krebs und anderen Leiden in Verbindung gebracht.
Der verstorbene Dr. Benjamin Spock, Amerikas führende Autorität auf dem Gebiet der Kindermedizin, sprach sich strikt gegen die Verwendung von Kuhmilch als Nahrungsmittel für Kinder aus. Er begründete dies damit, dass Kuhmilch Blutarmut, Allergien und insulinabhängige Diabetes auslöst. Außerdem schaffe sie bei Kindern langfristig die Voraussetzungen für Fettleibigkeit und Herzkrankheiten, die häufigste Todesursache in Amerika..
Aufgrund ihres hohen Proteingehalts, der zu einem Calciumabbau in den Knochen führt, können Milchprodukte sogar Osteoporose verursachen, nicht etwa selbige verhindern. Dies legen auch Erhebungen in der Bevölkerung nahe und wird gestützt von einer bahnbrechenden Studie der Universität Harvard an mehr als 75.000 Personen, die in der Krankenpflege tätig sind. .